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Bodas de Oro

Ihr fragt euch jetzt wahrscheinlich, was die komische Überschrift, denn bedeutet!? Nun, nicht mehr als "Goldenen Hochzeit", was aber ein bisschen Zeit gebraucht hat, bis ich das herausgefunden habe... Warum "Goldene Hochzeit"? Genau! Ich war am Wochenende mit meiner Gastfamilie auf einer goldenen Hochzeit der Schwester der Oma. Es waren ungefähr 80 Leute da und alles pure Familie! Alles Cousinen, Onkel, Tanten, Nichten, Enkel.... Unglaublich! Die Hochzeit fand etwa 4 Stunden von Temuco entfernt auf dem Land statt. "Auf dem Land" heißt "absolut weg vom Schuss", mitten in der Cordillera, den Anden, fast schon in Argentinien, zwischen hohen Bergen, ohne Nachbarn in der Nähe, ohne Nichts, aber mit einem wundervollen (und eiskalten!) Fluss nebendran, in einem Tal gelegen mit toller Aussicht, Hühnern, Schweinen und Schafen, die einfach auf der Feier herumgelaufen sind. Wir haben alle dort gezeltet und ich hatte die "Ehre" mit meiner Gastmutter und der Gastschwester in einem kleinen Zelt zu schlafen. *yeah* Naja, die 2 Nächte habe ich überstanden =) Die Zeit haben wir mit Baden im Fluss, mit Fleisch-Essen, mit Cumbia-Tanzen, mit Bier-und-Wein-Trinken und mit In-der-Schlange-vor-dem-einzigen-Bad-Warten verbracht. Es war wirklich toll, so ein richtiges chilenisches, ländliches großes Fest mitzuerleben. Ich wurde von allen total herzlich willkommen geheißen und habe es genossen, die 2 Tage fern von der Stadt zu sein.

Da meine Mama sich beschwert hat, dass es sich in meinem Blog  so anhört, als wäre immer alles Friede-Freude-Eierkuchen, was leider nicht zu 100% zutrifft. Von daher mal ein kleines Geschichtchen, was mir am Sonntag ziemlich die Stimmung verdorben hat. Es ging darum wie wir alle zurück nach Temuco kommen. Auf der Hinfahrt war es so, dass meine Gastmutter und meine Gastschwester beim Onkel im Auto mitgefahren sind und der Rest mim Bus gefahren ist, so auch ich, was mir ja nichts ausmacht, wenn die Anderen auch Bus fahren. Sonntag Mittags hat meine Gastmutter entschieden, bis Montag zu bleiben. Daraufhin sind meine Gastschwester und mein jüngerer Gastbruder beim Onkel mitgefahren. Meine Gastmutter hat dann für meinen über 30 Jahra alten Gastbruder mit Freundin und Kind und für die Exfrau ihres ältesten Sohnes eine (kostenlose) Mitfahrgelegenheit organisiert und ich sollte als Einzige nur bis nach Villarica mitgenommen werden und von da aus dann mit dem bus zurück nach Temuco fahren. Sie meinte, das würde mir doch sicher nichts ausmachen, alleine mim Bus zu fahren, da ich es ja schon gewöhnt sei, hauptsache ich komme irgendwie heim. In dem Moment ist mir wirklich der Mund offen stehen geblieben! Und ich konnte nicht mal erwidern, was das denn jetzt soll, da ich so perplex und enttäuscht war von ihr und von der ganzen Familie, dass ich, hätte ich auch nur versucht zu sprechen, sofort angefangen hätte zu weinen... Letztlich hat ein Onkel angeboten mich im Auto mitzunehmen. Das Auto war zwar schon voll, aber es war so ein Auto mit überdachter ladefläche und da war es dann egal, ob sie sich zu 11. oder zu 12. reinquetschen...

Wieder zurück in Temuco, arbeite ich wieder im Kinderheim, was zur Zeit richtig Spaß macht. Mir sind die Mädels schon ein bisschen ans Herz gewachsen in der kurzen Zeit und es ist schade, dass ich nur noch so kurz da bin. Die Woche waren wir einen Nachmittag im Schwimmbad, haben Obstsalat gemacht, gestern war ich mit 3 älteren Mädels Nachmittags auf einer Plaza und dann ein Eis essen, heute machen wir Perlenarmbändchen... Doch auch hier ist nicht alles purer Sonnenschein. Da alle meine Freunde entweder in ihr Land zurück sind bzw. in der Stadt sind, wo ihre Eltern wohnen, bin ich so ziemlich alleine hier. Es ist nicht so, dass ich abends und morgens vor dem Arbeiten nichts mit mir anzufangen wüsste, aber es fehlt mir einfach jemand zum quatschen, zum treffen, zum nicht-alleine-sein... Ich weiß, es sind jetzt noch weniger als 2 Wochen, bis ich mich mit Laura und ihrem Freund in Buenos Aires treffe, und die Zeit kann ich ja auch noch ein bisschen mehr mit der Familie verbringen, aber trotzdem... Heute treffe ich mit mit ein paar Typen vom Volleyball, nachdem ich gestern meinen ganzen Mut zusammen genommen habe und den einen einfach mal angerufen habe, obwohl ich eigentlich schon länger keinen Kontakt mehr mit den ganzen gehabt habe. Am Samstag fahre ich wahrscheinlich mit Gastmutter und Gastschwester im Bus (diesmal alle =) ) nach Cunco aufs Land zu den Großeltern um Humitas (geriebener Mais, mit Zwiebeln und Knoblauch, in die Maisblätter eingewickelt) zu machen. Da das was ganz typisches für Chile und für die SAison ist, gehe ich mit. Will ja schließlich ein bisschen was von der chilensichen (Ess-) Kultur mitnehmen =) Ansonsten kann ich mir langsam schon mal Gedanken übers Koffer-Packen machen. Das wird ein Spaß! =)

So, eben hat mein Wecker geklingelt. War heute nämlich mal so früh wach und konnte nicht mehr schlafen, dass ich gaaanz früh den Computer angemacht habe. Jetzt muss ich aber aufstehen!

Küsschen an alle!

15.1.09 12:46


Wieder "zuhause"!

So komisch es klingt, aber ich bin wieder Zuhause. Gestern morgen bin ich nach einer verfrorenen Busfahrt wieder in Temuco angekommen. (Verfroren klingt vielleicht auch komisch, da hier ja - nicht wie bei euch - tagsüber mehr als 30°C sind, aber ich bin mit einem Billigbusunternehmen gefahren, das aber nicht schlecht ist, genug Platz und neuer Bus und das für weniger als 10 Euro für 9 Stunden Fahrt, aber das Blöde war, dass ich Held meinen Pulli im Rucksack gelassen habe, der unten im Bus war, und es in dem Billigbus keine Decken zum Zudecken gab, wie normalerweise immer. Also habe ich mit T-Shirt und Flipflops ganz schön gefroren... ja, das war jetzt sehr interessant, wieso man im Bus manchmal friert... jetzt komme ich zu ein paar Nebensächlichkeiten wie Silvester und der Rest von unserer Reise...

 Silvester haben wir - wie schon geschrieben - in Valparaiso verbracht. Vor 12 haben wir mit Laura, Lauras Freund und dessen Familie auf großen Steinen direkt am Meer gesessen, zu Abend gegessen, getrunken, gequatscht und gewartet. Auf was gewartet? - auf das längste Feuerwerk der Welt! 23 km lang, von Schiffen abgeschossen... Es war wirklich wunderschön, im Hintergrund die ganzen Lichter der Stadt, die den Berg hochzukriechen scheint. Wow! Ihr müsst mal nach Valparaiso! Aber, um ehrlich zu bleiben, ich fand das Feuerwerk am 14. Juli in Paris beeindruckender, was ich natürlich keinem Chilenen sagen würde... Nach dem Feuerwerk sind wir - uns durch Million von Mensch durchkämpfend - in eine Disco gegangen, wo wir bis morgens gefeiert haben. Was hier ein ganz lustiges Detail ist, ist, dass Fabian, als er eine kleine Tanzpause eingelegt hat, von einem anderen Mann angemacht wurde, was ihm nicht so geheuer war und er deswegen schnell wieder zurück zu uns kam =)

An Neujahr war die ganze Stadt in Katerstimmung, d.h. Geschäfte zu, viele Betrunkene auf der Straße und sonst nichts los. Also sind wir nachmittags an Strand gegangen. Da haben wirs aber nur 1 Stündchen oder so ausgehalten, da zum einen so viel los war und zum anderen die Sonne so stark geschienen hat und es einfach zu heiß war. Abends sind wir mit Laura und Sebastian in Vina del Mar Pizza essen gegangen und da habe ich auch entschieden, dass ich mich am 26. Januar mit den Beiden in Buenos Aires treffen werde. Ich freu mich schon =)

Am nächsten Tag sind wir recht früh zu dritt (Fabian, Laura und ich) nach Isla Negra gefahren, um das dritte Haus von Pablo Neruda anzuschauen. Das Haus ist einfach der Wahnsinn. Nicht, dass es sehr groß und luxuriös ist, aber es liegt direkt am Meer, von fast jedem Zimmer kann man auf den tosenden Pazifik schauen und dort hat er den größten Teil seiner Sammlungen untergebracht. Wen´s interessiert, der kann hier http://www.fundacionneruda.org/ ja mal vorbeischauen... Danach haben wir noch ein paar Stunden am Meer mit Lesen und Füße-ins-eiskalte-Wasser-strecken verbracht, wobei wir uns alle ordentlich verbrannt haben und das ohne Sonne! Danach war Rucksack-Tragen für mich die Hölle und jetzt habe ich ein permanentes Muskelshirt an... =)

Die Nacht über sind wir zu zweit weiter nach La Serena gefahren und von dort aus gleich nach Pisco Elqui im Valle de Elqui. Das ist ein kleines, sedas in einer Art Oase in einem Tal liegt und von kaum bewachsenen Bäumen umgeben ist. Zur Größe des Ortes ist zu sagen, dass der so klein ist, dass es dort keinen Bankautomat gibt, was wir natürlich nicht wussten und quasi ohne Pesos dort ankamen. Letztlich haben wir uns aber mit ein paar Dollars und mit Hilfe eines Geschäftes, wo man mit Kreditkarte bezahlen konnte und quasi Geld für 10% des Geldes "kaufen" konnte. Das nächste Mal, wenn ich in einen kleinen Ort fahre, nehme ich Geld mit, das ist sicher! =) In Pisco haben wir in einem super Hostal übernachtet mit tollem Garten mit Hängematten und Bäumen, von denen man Feigen, Mirabellen und Kirschen direkt essen konnte, gewohnt. Deswegen haben wir auch dort recht viel Zeit verbracht. Aber natürlich haben wir auch noch andere Sachen unternommen: am ersten Tag waren wir am Fluss unten, haben dort gelesen und entspannt, am zweiten Tag haben wir eine Cabalgata (= Tour zu Pferde) über Berge, durch total zugewachsenes Flussufer und durch Weinfelder gemacht. Eigentlich werden die Trauben von dort aber nicht für Wein verwendet, sondern für Pisco, der Nationalschnaps Chiles, von dem Pisco auch seinen Namen hat, oder aber sie werden in die USA und nach Europa verschickt, dass wir zu Weihnachten leckere Träubchen essen können... In der Nacht haben wir noch den Mond und die Sterne angeschaut. Dazu kam ein recht alternativer Typ mit seinem Theleskop ins Hostal, hat uns bisschen was erklärt, am Computer Bilder gezeigt und uns natürlich durch das Theleskop den Mond, Nebulas und anderen Sternekram anschauen lassen. Den Himmel bei Nacht mal von so Nahem zu sehen war wunderschön.

Nach 2 Tagen in dieser Idylle gings über Nacht in die Großstadt Santiago, denn wer Santiago nicht kennt, kennt Chile nicht. Also musste Fabian bei über 30°C mit mir eine kleine Stadtführung durchmachen - und das alles zu Fuß, da man da ja am meisten sieht! Also gings schon morgens um 9 Uhr (wir kamen so früh in Santiago an und konnten noch nicht im Hostal einchecken) zu La Moneda, dem Regierungspalast, der Plaza de Armas, dem Cerro Santa Lucia und nach Bellas Artes. Dort haben wir uns ein zweites Frühstück bzw. Mittagessen gegönnt bevor wir zurück ins Hostal gewatschelt sind. Dort haben wir erstmal ein wenig am Pool entspannt, Das ist schon lustig, im Hostal waren Traveller, die die ganze Zeit im Hostal gechillt haben und nicht, aber wirklich nichts, in Santiago angeschaut haben. So lohnt sich reisen... Danach haben wir noch einen Abstecher nach Bellavista gemacht und uns dann um unsere Reisekasse zu schonen mal wieder Nudeln gekocht. Abends sind wir in mein altes Zuhause in Santiago gegangen, dass gerade 2 Straßen weiter war. Leider waren mein Gastbruder und der andere Deutsche, der im Haus wohnt, gerade auf dem Sprung, da sie für 3 Tage auf eine "Exkursion" gegangen sind. Also saßen wir nur mit meiner Gastschwester herum, haben gequatscht und ein Bierchen getrunden. Anschließen sind wir noch in eine Bar und das Gespräch auf Spanisch über alte Zeiten ging weiter - armer Fabian, der hat nichts verstanden... =)

Am nächsten Morgen hieß es auch schon Abschied nehmen. Ich habe Fabian zum Busterminal gebracht, wir haben uns verabschiedet und in dem Moment wäre ich am liebsten mit in den Flughafenbus gestiegen... Aber nichts da! Ich habe dann gleich mein Ticket nach Buenos Aires und nach Temuco gekauft. Zum Mittagessen war ich bei meiner alten GAstfamilie eingeladen. Danach bin ich mit Mailén in der Stadt herumgeschlendert. Wir haben bei ihrem Freund vorbeigeschaut, der uns Pina Colada mit selbstgemachtem Ananassaft gemixt hat und zum Abschluss sind wir noch mit dem Freund und dessen Bruder eine Chorillana essen gegangen. Dann ab zum Busterminal, noch schnell Zähneputzen und ab in Bus nach Temuco...

jetzt bin ich also wieder hier, am Montag gehe ich wieder ins Kinderheim. Doch das Wochenende steht schon die nächste kleine Reise an, denn wir fahren mit der ganzen Familie zu einer goldenen Hochzeit aufs Land, ungefähr 4 STunden von hier. Die ganze Familie ist schon am Packen wie die Weltmeister, da wir dort zelten werden und lauter Zeug mitnehmen müssen. Ich bin ganz entspannt und freue mich auf die riesen Familienfeier (ungefähr 90 Personen, denen ich allen meine Geschichte erzählen darf *g*). Hoffentlich wirds unterhaltsam und eines ist sicher: verhungern werden wir nicht...

In diesem Sinne: haut rein =)

eure Lisa

9.1.09 03:20


Ein Lebenszeichen ganz aus dem Sueden!

Hallo,

gestern sind Fabian und ich aus dem Nationalpark Torres del Paine zurueckgekehrt und es war wundervoll! Aber erstmal ganz von vorne...

Fabian ist am 18. nachts angekommen, ich hatte den ganzen Tag Bauchschmerzen, dass er gut ankommt, denn ohne Spanisch in Chile ist man quasi aufgeschmissen =) aber hat ja geklappt. Freitag und Samstag haben wir in Temuco verbracht, ich habe Fabian die Schule und das Hogar gezeigt, wir haben mit meiner Familie Once gegessen... Am Freitag Abend sind wir nochmal richtig ausgegangen mit Katha und Marta und am Samstag Abend war Abschiedsparty bei den Maedels im Haus. War schon schwer, mich von ihnen zu verabschieden, sind bzw. waren die einzigen Freunde, die ich in Temuco habe =( Nachts um 2  Uhr sind wir in den Bus nach Chiloe gestiegen (Salon Cama = die beste Klasse, so gemuetlich =) ). von daher kamen wir morgens ganz entspannt in Castro, chiloe, an. haben ein nettes hostal gefunden und sind dann einfach mal mim bus in so ein kleines doerfchen am meer (alle orte auf chiloe liegen am meer =) ) gefahren. spontan sind iwr dann auf eine andere kleine insel uebergesetzt und sind unverhofft gefragt worden, ob wir nicht ein stueckchen auf der ladeflaeche eines autos mitfahren wollen. ohne zu wissen, wo es hingeht sind wir aufgestiegen  und sind dann in einem mini-ort herausgekommen. war sehr lustig, da wir dort fast die einzigen menschen auf der strasse waren =) am naechsten Tag sind wir in den Nationalpark Chiloe gefahren. Leider war das wetter nicht so perfekt, denn eigentlich wollten wir am meer lecker nudeln kochen und den ganzen tag mit herumlaufen verbringen. so waren wir nur den halben tag da, war trotzdem total interessant, weil da die vegetation innerhalb von einem kilometer total anders ist... voll cool. abends wollten wir uns eigentlich noch mit einem typ vom volleyball treffen, der in castro wohnt, hat aber nicht geklappt, weil der seinem vater was helfen musste...

Am naechsten Tag war ein purer Reisetag - erst mim bus 4 h nach puerto montt, dann mim flieger 3 h nach punta arenas, dann wieder mim bus 3 h nach puerto natales. Zwischendurch waren wir einkaufen fuer unseren Trip. Am naechsten Tag nachmittags gings auch schon los. wieder mim bus 2,5 h in den Nationalpark. dann mit einem katamaran eine halbe stunde und dann waren wir schon mittendrin in unberuehrter natur. es ist unglaublich, da ist ein Refugio und ein Zeltplatz und aussenherum einfach nichts - nur Natur! in den 4 Tagen hatten wir bis auf einen Tag gutes Wetter, was nicht heisst , dass wir nachts nicht uebel gefroren haben. Da war ein Wind, unglaublich... Insgesamt sind wir ueber 60 km gelaufen, vorbei an Seen verschiedenster Farben, schneebedeckten und vergletscherten Bergen, einem riesen Gletscher, der in einem See muendet und natuerlich die Torres, die das Wahrzeichen des Parkes bilden. Es war wirklich atemberaubend, auch wenn es teilweise wirklich auch anstrengend war  und ich meinen Rucksack verflucht habe... Am liebsten wuerde ich euch ganz viele Bilder zeigen, aber darauf muesst ihr wohl warten, bis ich wieder komme, denn hier klappt das mit Bildern hochladen nicht mehr...

Weihnachten haben Fabian und ich uebrigens recht klein gefeiert, im Zelt, aber mit Lebkuchen, Marc de Champagne-Herzen, die meine Mama Fabian mitgeschickt hat und jeder hatte sogar ein kleines Briefchen von zuhause zum oeffnen. Also gabs sogar eine Bescherung. Das Weihnachtsessen am 25. ist auch recht duerftig ausgefallen, Spaghetti Aglio i Olio, mit sehr wenig geschmack, nach 5 stunden laufen im Regen (das war der Regentag...) trotzdem nicht  zu verachten...

So jetzt muss ich aber schluss machen, Fabian wartet schon. Wir fahren heute zurueck nach punta Arenas. Morgen fliegen wir nach Santiago um Silvester mit Laura in Valparaiso zu verbringen. Also ab in die Sonne !!! danach gehts sogar noch etwas noerdlicher : nochmehr sonne!!!!!

Machts gut! einen superguten Rutsch ins neue Jahr!!!!!!!!!

Ich melde mich irgendwann mal wieder =)

29.12.08 16:01


Noch eine Woche...

... dann kommt schon Fabian und unsere 2,5-wöchige Reise beginnt... Es ist unglaublich, wie die Zeit jetzt rast. Nach der Reise mit Fabian bin ich noch genau 2 Wochen hier in Temuco, arbeite in meinem Projekt und dann beginnt schon meine größere Reise und dann bin ich schon wieder zurück in Deutschland. Ich kann´s kaum glauben... Deswegen versuche ich zur Zeit auch, die Zeit zu nutzen. Ich treffe mich viel mit Freunden, gehe viel aus und bin eigentlich wenig zu Hause. Das wird sich dann aber in den allerletzen 2 Wochen hier wahrscheinlich wieder ändern, weil dann ja quasi alle meine Freunde (die Deutsche, die Spanierin, die beiden Mexikaner...) wieder zurück in ihr Land fliegen... Aber bis dahin ist ja noch ein bisschen Zeit. Jetzt erstmal zur letzten Woche...

Das Wochenende war unglaublich schön. Wir sind ja mit Made, einer Freundin vom Volleyball, zu ihr nach Hause gefahren. Wir wurden so herzlich von der Familie willkommen geheißen, haben die fast die ganze Familie kennengelernt (und die ist wirklich rieeeesig!), haben leckeres Essen bekommen, Katha hat sogar dort einen Kuchen gebacken. Am Samstag Abend haben wir mit der ganzen Familie gegrillt, Sonntag Abends waren wir in der Turnhalle, die bei denen in der Nähe ist, Volleyball gespielt mit Cousins, Cousinen, Freunden und sind danach noch zu einem Cousin nach Hause und haben ein bisschen gefeiert. Doch das war ja noch gar nicht alles! Das Tollste war, dass wir mit dem Vater im Auto in den Nationalpark "Laguna Laja" gefahren sind. Da konnte man mal wieder atemberaubende Natur bewundern: Vulkan, See, Wasserfälle, Lavafelder, Berge und das alles bei strahlend blauem Himmer und mit sehr netten Leuten!!! Am Sonntag sind wir dann zu einem weiteren Highlight gedüst: dem Wasserfall "Salto del Laja" (http://www.chile-web.de/de/album/album&cmd=foto&AlbKZ=9&KatID=1&Bild_ID=3) Ich habe sogar zu Füßen des Wasserfalls gebadet! Erfrischend =) Ja, das war dann das Wochenende, denn Montag morgen sind wir ja schon wieder nach Hause gefahren.

Was sonst noch in der Woche passiert ist:

Di, Mi und Fr war ich Arbeiten, was eigentlich sehr entspannt ist, da ich eigentlich nichts zu tun habe, außer mich mit den Mädels zu beschäftigen. Do war ich nicht arbeiten, da ich zur Licenciatura (Verabschiedung des letzten Jahrgangs) in meiner alten Schule war. Es war schön, die ganzen Lehrerinnen mal wieder zu sehen, leider waren nur wenige Kinder da, die haben mich aber dafür umso herzlicher begrüßt. was ein bisschen peinlich war, war, dass ich nicht gewusst habe, dass das recht förmlich ist. Alle waren eínigermaßen chic gekleidet und ich kam mit kurzer Hose und Flipflops da an =) Mittwoch Abend habe ich mit Katha gekocht und da die Mexikaner auch nach 20fachem Anrufen nicht an ihr Handy gegangen sind, sind wir kurzerhand zu zweit in die Disco gegangen und hatten einen tollen Abend. Am Donnerstag Abend hat uns Made, ihre Schwester und ihr Cousin zu sich in die Wohnung in Temuco eingeladen. Wir haben Tacos gemacht (wie immer köstlich), haben in der Wohnung getanzt (der Cousin hat versucht, Katha und mir so einen bestimmten lustigen tanzstil beizubringen, doch ich bin ein hoffnungsloser Fall =) Danach sind wir noch in eine Karaoke-Bar gegangen, die Mexikaner sind dazugestoßen und hatten noch einen lustigen Abend. (Und nein, ich habe nicht gesungen =) ) Gestern Abend bin ich dann mal zu Hause geblieben, da ich etwas erkältet bin (ja auch bei 30°C kann man schnupfen und ein bisschen husten bekommen, da es nachts ziemlich abkühlt...!)

Jetzt bin ich gerade bei Katha, sie lernt und ich schreibe hier ein bisschen. Gleich kommen Made und ihr Cousin vorbei, da die ein wenig Musik von mir haben wollen. Mal schauen, was der restliche Abend dann noch so bringt...

Ich hoffe, euch allen geht es gut und ihr seid nicht zu sehr im Weihnachtsstress! Ich habe dieses Jahr kein bisschen Stress, denn Weihnachten fällt quasi aus für mich, da wir ja einfach am Reisen sind...

Fühlt euch alle gedrückt und wenn wir nichts mehr von uns vor Weihnachten hören: fröhliche Weihnachten!

13.12.08 22:21


Hey, habe lange nichts von mir hören lassen...

Tausendmal Entschuldigung, die ab und an hier vorbeischauen und was neues lesen wollen. Ich komm zur Zeit einfach nicht zum schreiben... was aber ja auch was positives hat, denn das heißt ja, dass ich viel unterwegs bin und meine Zeit hier richtig ausnutze =)

Zunächst einmal zu meiner neuen Arbeit. Irgendwann hat die Direktorin dann doch für mich Zeit gehabt und jetzt arbeite ich täglich von 12 - 18 Uhr (*yeah* super Arbeitszeiten!) im Hogar Bautista (dt: baptistisches Heim) in Temuco. Und der Name ist Programm. Die Tios und Tias sind superreligiös. Ich habe schon ein Büchlein geschenkt bekommen "Eres cristiano, si o no? - Bist du Christ, ja oder nein?), einer hat mich gefragt, ob ich an die Evolution glaube. Auf meine Antwort (ja) erwiderte er, dass das ja nur eine Theorie sei, es keinerlei Beweise gäbe und dass in den USA die Evolutionstheorie gar nicht unterrichtet wird... Beim gemeinsamen Mittagessen werden dann schon mal Witze erzählt, die ungefähr so beginnen: Ein Katholik, ein Methodist und ein Baptist treffen sich in..... Ihr denkt euch jetzt bestimmt: OH mein Gott, wo ist die denn jetzt hineingeraten, ABER ich bin superglücklich in meinem neuen Projekt. Die Leute sind super herzlich, alle verrückt, aber sehr lustig und unterhaltsam und es ist sehr interessant, sich mit Leuten über wichtige Sachen zu unterhalten, die ein 100%iges Vertrauen in Gott haben. Das Heim besteht natürlich auch nicht nur aus Tios und Tias, nein, es gibt auch Kinder. Hier wohnen 20 Mädels zw. 6 und 18 Jahre, die auf Grund von schlechter Behandlung, (sexuellen) Missbrauchs oder auch nach Tod der Eltern nicht in ihrer Familie wohnen. Das die Mädels ein hartes Schicksal hatten, zeigt sich darin, dass sie schnell anfangen sich zu streiten, schnell laut werden und manchmal so ihre Phasen haben, wo sie mit niemandem sprechen und nicht das machen, was die Tias sagen. Aber normalerweise sind sie richtig lieb und freuen sich, wenn ich da bin. Die sind total begeistert von den Telenovelas, die hier in Chile pausenlos laufen (weswegen sie auch viel vorm Fernsehr sitzen...), können die ganzen Soundtracks mitsingen und mittanzen und stehen total auf Naschzeug. Meine Arbeit besteht mal wieder aus allem und nichts zugleich. Ich bin halt einfach da, helfe den Tias ein bisschen (Once vorbereiten, Mädels in die Dusche schicken...), spiele mit den Kleinen oder unterhalte mich einfach mit den Großen. Heute habe ich einen Apfelstreuselkuchen für alle gebacken, der supergut angekommen ist. Nächste Woche soll der nächste Kuchen gemacht werden =) Was auch noch cool ist an der neuen Arbeit, ist, dass sie nicht so weit weg ist wie die zuvor. Ich muss zwar theoretisch immer noch 2 Micros nehmen, aber manchmal spare ich mir das zweite und laufe. Das sind dann ungefähr 20-25 Minuten, die ich aber eigentlich nie am Stück zurücklege, da das Haus von Katha und Marta sich auf halber Strecke befindet. Da schaue ich dann nach dem Arbeiten ab und an auf nen Kaffee mit MILCH! (bei mir zuhause gibts keine Milch und wenn, dann nur Milchpulver) vorbei, zweimal habe ich schon dageschlafen nachdem wir die Nacht vorher Feiern waren.

Und da komme ich auch schon zum nächsten Punkt: warum ich eigentlich nie Zeit habe... Im Moment kann ich mich wirklich nicht beklagen. Da Marta, Katha und die Mexikaner in 2 Wochen nach Hause fliegen (bzw. Marta jetzt schon auf Reisen ist), legen wir gerade einen kleinen Endspurt hin... Letzten Donnerstag war (etwas verspätet) die Einweihungsparty von Martas und Kathas Häuschen, am Samstag war José Luis´(mein Gastbruder) Firmung (näheres dazu gleich...), am Sonntag sind wir was trinken gegangen (auch bis 2), am Montag hatte ich Volleyball am Dienstag haben wir uns zum Eisessen getroffen und gestern waren wir nach dem Volleyball erst was trinken und dann in einer Disco. Deswegen habe ich auch nicht zu Hause geschlafen. Heute bin ich mal direkt nach Hause nach dem Arbeiten, da ich mir gedacht habe, dass ich unbedingt mal wieder was von mir hören lassen muss. Außerdem fahre ich morgen über Wochenende weg. Ja, schon wieder =) Made, die mit mir Volleyball spielt, hat Katha und mich zu ihr nach Hause eingeladen. Sie wohnt 2,5 h entfernt in Los Angeles. Geplant ist, einen Tag mit dem Auto ihrer Eltern in die Berge (Cordillere) zu fahren und am anderen Tag in irgendeinem Nationalpark u.a. einen Wasserfall anzuschauen. Ich freu mich schon riesig, denn Made ist total nett und da wird das sicher ein sehr schönes Wochenende. Ihr dürft ja auch nicht vergessen, dass wir hier zur Zeit so um die 25° haben, meistens (aber leider nicht immer) scheint die Sonne und bei mir kommt überhaupt keine Weihnachtsstimmtung auf, auch wenn überall Plastikschneemänner und Weihnachtsschmuck (schön winterlich =) ) herumsteht...

Ach ja, jetzt noch kurz zur Firmung. Nachdem ich ordentlich in die Vorbereitungen eingespannt wurde und wieder mal eine Torte gemacht habe, wars endlich soweit. Ich bin das erste Mal in Chile in die Kirche gegangen und musste feststellen, dass es genau das gleiche ist, wie in Deutschland, bloß auf Spanisch... Danach war die Feier bei uns Zuhause, zuerst mit ein paar Häppchen und danach das eigentliche Highlight der Feier: Cordero (Lamm)! Jetzt denkt ihr: OH, ist doch nichts besonderes... Aber für mich war es schon etwas außergewöhnlich, als ich Samstag morgens in die Küche gekommen bin und ein ganzes Lamm, ohne Kopf und ohne Haut auf dem Küchentisch lag... Das wurde dann noch mit der Säge in 2 Teile geteilt und dann in der Speisekammer aufgehängt. Abends gabs dann die eine Hälfte, gegrillt wie bei Asterix und Obelix die Wildschweine, bloß nicht über einem einfachen Feuer, sondern über einem Grill. Das war total lecker und deswegen habe ich mich auch gefreut, als es am Sonntag zum Mittagessen die zweite Hälfte gab... =) Den restlichen Abend der Firmung war auch noch sehr lustig. Erst haben wir nur draußen rumgesessen, uns unterhalten und getrunken. Irgendwann sind wir nach drinnen umgezogen und alle haben angefangen zu tanzen. Total lustig! Ich habe mim Großvater getanzt, mit den Cousins, mit meinem ältesten Gastbruder... Um 5 Uhr bin ich dann in mein Bettchen, glücklich, das diese Familienfeier mal richtig toll war.  

Ja, jetzt ist auch schon fast 23 Uhr und ich werde jetzt gleich schlafen, da ich ein bisschen Schlaf von gestern nachzuholen habe...  Ich hoffe, dass ihr auf meinen nächsten Eintrag nicht sooo lange warten braucht! Ich geb mein bestes!!!!!!

Ich vermisse euch!

... Fotos hochladen klappt irgendwie zur Zeit nicht... komisch...

5.12.08 02:40


Despedidas y fiestas...

Heute ist Montag und ich bin zu einer ungewöhnlichen Zeit zu Hause. Wir haben nämlich gerade ungefähr 13 Uhr und ich bin nicht arbeiten. Heute sollte ich eigentlich im neuen Projekt mit Arbeiten anfangen, doch als ich heute morgen um 9 Uhr dort auftauchte, wusste niemand Bescheid und die Direktorin war nicht da. Also habe ich mich nur ein bisschen mit einem Typ unterhalten, der wohl so etwas ist wie buchhalter und pfarrer. Das wird glaube ich recht lustig hier, sehr religiös =) was er mir mit auf den Weg gegeben hat war, dass ich, wenn ich nach Alemania zurückkehre, Jesus in mir sein wird, da ich hier ja diese soziale Arbeit mache und das wäre mehr, als alles andere.... Mal schauen... Danach bin ich spontan bei Marta und Katha vorbeigegangen, da die nur 10min Fußweg entfernt wohnen (sehr praktisch). Wir haben dann einen Kaffee getrunken, ein zweites Frühstück zu uns genommen und dann mussten die beiden auch schon in die Uni. Ich habe mich noch ein bisschen in den Garten gesetzt, bevor ich wieder nach Hause gefahren bin. Dabei habe ich das falsche Micro genommen. Also, es war nicht sooo falsch, musste dann halt noch 10 min laufen...

Aber was ich eigentlich erzählen wollte, war meine Verabschiedung von der Schule. Am Donnerstag Nachmittag haben die Lehrerinnen für mich eine kleine Feier im Haus von Tia Anita veranstaltet. Wir haben gegrillt, es gab lecker Salate, Borgona (Rotwein mit Erdbeeren - sehr lecker... =) ) und und und... Es war so lustig mit den Damen! Ich musste versprechen, dass wir auf jeden Fall in Kontakt bleiben, dass ich eine karte oder einen Brief aus Deutschland schreibe, dass ich nochmal in der Schule vorbeikomme (evtl. mit Fabian, wenn er dann da ist) und dass ich mich immer an sie erinnern werde. Zum Abschied haben sie mir so eine typisch chilenische (oder südamerikanische?) Wolltasche geschenkt und ein kleinen Geldbeutel. (A propos Geldbeutel... Morgens im bus hat mir ein Mann, mit dem ich mich öfters unterhalten habe, auch einen Geldbeutel geschenkt. auch mit der aufschrift Temuco-Chile. Jetzt habe ich 2 =) ). Am Freitag Morgen war dann mein letzter Schultag. Ich habe ein Plakat mit Fotos gemacht, habe den Kindern Süßigkeiten mitgebracht und den Lehrerinnen Sekt und Schokolade. Es war wirklich süß wie alle Kiddies gesagt haben, dass ich doch bleiben soll, mir kleine Geschenke gemacht haben und mir alle zum Abschied einen Beso gegeben haben. Aber es ist sicher, dass ich nochmal vorbeischaue. Wahrscheinlich zur Licenciatura - der Abschiedsfeier der Achtklässler.

Am Freitag Abend habe ich mich dann schon auf einen langweiligen und tristen Abend zu Hause eingestellt, da sich niemand bei mir gemeldet hat. Doch um halb 10 erhielt ich auf Grund einer "Hilfe-SMS" meinerseits einen Anruf der Mexikaner und wir haben spontan beschlossen auszugehen - erst was trinken, dann in den "Viejo Faro", eine Disco. Francisca ist dann auch noch mit und wir hatten einen super Abend - bis die Lichter in der Disco angeschaltet wurden =) Ich habe auch noch ein paar vom Volleyball getroffen. Das freut mich, denn daran merkt man, dass ich so langsam ein paar Leute hier in Temuco kenne. Am Samstag Abend bin ich zu Francisca nach Hause gefahren und wir haben versucht einen Pie de limón zu machen. Er ist uns auch fast gelungen, leider war der Teig noch fast roh, was den Genuss ein wenig gelindert hat ... Wenn ich wieder in D bin, werdet ihr auch in den tollen Genuss eines Pie de limón kommen - versprochen! =)

Sonntags bin ich mit ein paar Leuten ins Stadion von Temuco gegangen. Derzeit ist in Chile die Fußballweltmeisterschaft der Frauen-U20. Es hat Mexiko gegen Brasilien gespielt und da war es ja selbstverständlich, dass die Mexikaner hinmüssen. Leider haben sie verloren (0:5 *g*), dennoch wars sehr unterhaltsam. Da wir die einzigen mit mexikanischer Flagge im Stadion waren und deswegen des öfteren im großen Bildschirm aufgetaucht sind.

So, jetzt langsam werde ich mich um eine Kleinigkeit zum Mittagessen kümmern, bevor ich mich ein weiteres Mal auf den Weg zum Hogar mache.... Neuigkeiten gibts bald!

24.11.08 17:47


Argentina!!!!!!

Obwohl ich schon seit Samstag zurück bin, kommt der Bericht über die letzte Woche mit einer kleinen Verspätung...

Los ging´s am Freitag so gegen 23 Uhr, voller Vorfreude auf eine 11-stündige Busfahrt.... Ich habe eigentlich die ganze Zeit geschlafen, so dass ich am Samstag um 10 Uhr frisch und munter von Laura in Villa Alemana abgeholt wurde. Nach einem ausführlichen Frühstück mit Lauras Freund, ihrem "Bruder" =), sind wir gleich bei strahlendem Sonnenschein nach Valparaiso gefahren, um uns "La Sebastiana", eines der Häuser von Pablo Neruda anzuschauen. Valparaiso ist eine wunderbare Stadt, sie liegt direkt am Meer und "klettert" die Hügel hinauf. Die Häuser sind alle ganz bunt und es gibt total viele schöne Graffitis. Deswegen haben wir dann noch ein paar Stunden mit In-der-Stadt-rumlaufen verbracht. Anschließen haben wir uns mit Lauras Freund und einem Freund zum Abendessen getroffen. Das bestand aus 2 Guatons - 2 riesen Burger, die wir zu viert gegessen haben... Danach sind wir zu dem Freund in die Wohnung, haben auf dem Balkon mit Fast-Meerblick Wein getrunken und Eis gegessen.,,,

Am Sonntag um 8.30 Uhr fuhr dann der Bus nach Mendoza. Diese Fahrt war schon beeindruckend, da wir ja die Anden überqueren mussten. Deswegen musste sich der Bus in Serpentinen die Berge hochquälen, vorbei an Schneefeldern und immer mit atemberaubender Sicht. Auf dem argentinischen Teil der Strecke sind wir noch ein bisschen in den Genuss der argentinischen Pampa gekommen - ewiglang einfach nichts.... Am Grenzübergang war es auch ganz lustig, weil Laura den Zettel, den man bei der Einreise bekommt und den man bei der Ausreise vorlegen muss, verloren hat, was aber normalerweise kein so großes Problem ist. Trotzdem war sie etwas aufgeregt und ihr ist ein riesen Stein vom Herzen gefallen, als wir dann auf der anderen Seite der Grenze waren. Doch letztlich sind wir auch in Mendoza angekommen und sind beim Aussteigen aus dem Bus wie gegen eine Wand gelaufen - über 30°C! Von daher haben wir uns entschieden nicht zum Hostel zu laufen, sondern ein Taxi zu nehmen, das uns letztlich genau 1 Euro gekostet hat =) Doch leider stand uns dann doch noch ein recht langer Fußweg bevor, da in dem Hostel keine Betten mehr frei waren und wir uns auf die Suche nach einem anderen machen mussten... Wir haben aber auch gleich ein ganz tolles gefunden: Damajuana, das beste Hostel Mendozas! Wir haben in einem Zimmer mit 5 Iren, einer Italienerin und später noch einem Belgier gewohnt. Alle (bis auf den Belgier....) sehr nette Leute, mit denen wir viel gelacht haben. In dem Hostel gabs einen wunderschönen Pool, Liegestühle, Frühstück war zwar nicht soo abwechselungsreich, aber lecker und außerdem haben die Hostelbewohner in dem Restaurant, dass direkt neben dran war, 20% Vergünstigung bekommen... Und man kann sagen, dass wir das ziemlich ausgenutzt haben - wir waren dort 4 x Abendessen, immer mit einer Flasche Wein, manchmal Cocktail und immer umwerfend leckerem Essen (u.a. das beste Rindersteak, dass ich je gegessen habe...) - und das für ungefähr 15 Euro für 2 Personen!

Argentinien und Chile sind nochmal recht verschieden. In Argentinien sind z.B. von halb 1 bis ungefähr 4 die Geschäfte geschlossen, die Essenszeiten sind nochmal viieeeel später, die Argentinierinnen sind viel schlanker und die Argentinier viieeeeeel mehr machista. Da kann man als Frau keine 5 Meter laufen, ohne "preciosa", "linda" oder "guapa" hinterhergerufen zu bekommen... Mendoza an sich ist eine schöne Stadt, da alle Straßen Alleen sind mit extra deswegen angelegten Bewässerungskanälen, wodurch man es trotz der enormen Hitze gut aushält. Abends sind dann auf den Straßen viel Straßenkaffees und Restaurants, was einen sehr schönen Flair macht. Eigentlich haben wir gar nicht sooo viel unternommen hier, sind viel einfach nur herumgeschlendert, haben am Pool entspannt, sind mal in den großen Park gegangen... Einen Tag haben wir (Laura, ich und zwei Mädels aus den USA) eine Fahrradtour von einer Weinkellerei zur anderen, natürlich mit Weinproben, Besichtigung einer kleinen Olivenölfabrik mit Verköstigung und einer Chocolaterie... sehr lecker und lustig =) Abends waren wir immer nett essen mit Leuten aus dem Hostel und das ging dann auch immer so bis 2 oder 3 uhr... einmal sind wir in eine Disco, was super toll war! Erst sah es so aus, als wäre nichts los, da wir schon so gegen 1 uHr da waren, doch nach einer STunde war die Disco proppe voll und es kam richtig gute Musik. Um 6 Uhr kamen wir nach Hause und konnten uns gerade noch von Jess aus den USA verabschieden, die an dem Morgen gefahren ist...

Am Donnerstag Abend mussten wir auch leider schon wieder heimfahren, diesmal über Nacht, da wir einmal die Strecke ja schon bei Tag gefahren sind. Wir kamen Freitag morgens bei Regen in Santiago an und ich habe gleich mein Ticket nach Pichilemu gekauft, wo ich mich ja mit meiner Volleyballmannschaft treffen wollte. DANACH habe ich bei Katha angerufen, die mir gesagt hat, dass sie schon abends wieder heimfahren, da sich beide Mannschaften nicht qualifiziert haben. Daraufhin habe ich nicht gewusst, was ich machen soll, denn das Ticket kann man nicht zurückgeben. Ich bin dann trotzdem gefahren und es hat sich gelohnt. ich habe ein Spiel angeschaut, dass sie auch gewonnen haben, bin kurz an den Strand runter und dann sind wir auch schon wieder los nach Santiago gefahren. Während den Busfahrten habe ich mit den ganzen leuten gequatscht und sie ein bisschen besser kennengelernt. Mit ein paar habe ich auch schon ausgemacht, dass wir auf jeden Fall mal zusammen ausgehen. Samstag morgen kam ich dann in Temuco an - nach mehr als 20 Stunden Busfahrt in den vergangenen 36 Stunden!!! Doch jede einzelne Stunde hat sich gelohnt!

Jetzt muss ich aber los, denn ich habe gleich Volleyball-Training!

Viele liebe Grüße!!!!!

19.11.08 21:35


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